Schreiben als Handwerk

In den letzten Jahren habe ich mich vermehrt mit dem Thema des „Schreiben lernen“ beschäftigt. Die Idee, dass man Schreiben wirklich erlernen kann wie ein Handwerk, ist in Deutschland nicht so verbreitet wie zum Beispiel in den USA. Dort gibt es schon seit Jahrzehnten Studiengänge im Bereich „Creative Writing“. Bekannte amerikanische Schriftsteller starteten so ihre Karriere. In Deutschland glaubt man auch heutenoch oft an die Genialität eines Schriftstellers – entweder er kann schreiben oder eben nicht. Ich gebe zu, eine gewisse Begabung und etwas Talent gehört tatsächlich dazu, aber das Wissen über grundsätzliche schriftstellerische und dramaturgische Theorien ist nicht ganz unerheblich.

Seit ich lesen kann, sind Bücher ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Meistens lese ich Romane, doch auch die unterschiedlichsten Fach- und Sachbücher zieren meine Regale. (Die ich übrigens auf drei Städte verteilt habe.) Seit meinem letzten Schreib-Seminar scheine ich Literatur jedoch auf eine andere Art und Weise zu lesen. Neben der Einschätzung, ob mir eine Geschichte gut gefällt oder nicht, kommen nun Analysen des Schreibstils und des Plots dazu. Das passiert allerdings nicht sehr bewusst – mir fällt einfach zwischendurch auf, was besonders gut gelungen ist oder warum etwas nicht funktioniert. Dieses Wissen ist mir bei meinen eigenen Texten sehr nützlich.

Das emotionale Leseerlebnis beeinflusst das jedoch nicht. Ich lese weiterhin gerne zur Entspannung und um ab zu schalten. Da ich abends oft zu müde bin, habe ich meine Lesezeit auf den Morgen verlegt. Nach dem Aufstehen gönne ich mir eine halbe Stunde Lesezeit auf der Couch. Meine beiden Hasen genießen die morgendliche Freilaufzeit – genau wie ich mich freue, mich mit den neusten geheimen Bestsellern weiter zu bilden.

In diesem Sinne: Nimm ein Buch, lesen macht kluch!

Antonia

Ich bin ich und du bist du. Und das soll so bleiben.

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